✳RACLETTE-RATGEBER FÜR DIE SCHWEIZ, MIT VERLINKTEN QUELLEN✳
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Raclette-Beilagen: die Schweizer Liste mit Mengen

Stand: 31. Oktober 2026

Kurz: Zum klassischen Raclette gehören Gschwellti, Silberzwiebeln und Cornichons, dazu eine Pfeffermühle [1]. Alles Weitere ist Ergänzung. Rechnen Sie dafür 150–200 g pro Person zusätzlich zu Kartoffeln und Käse [2].

Mengen pro Person

Beilage pro Person Quelle
Gschwellti (Kartoffeln) 200–250 g, also so viel wie Käse Raclette Suisse [3]
Gschwellti laut Racletterechner Walliser AOP 200 g Raclette du Valais [4]
Essiggurken / Cornichons 80 g Raclette du Valais [4]
Silberzwiebeln 60 g Raclette du Valais [4]
weitere Beilagen (neben Gschwellti und Käse) 150–200 g Swissmilk [2]
Brot, wenn es auch Gschwellti gibt 50 g Swissmilk [5]
Salat (z. B. Nüssli, Rüebli, Kraut) 80 g Swissmilk [5]

Rechenbeispiel für 6 Personen (Rechnung der Redaktion mit den Werten oben): 1,2–1,5 kg Gschwellti, knapp 500 g Cornichons, 360 g Silberzwiebeln, 300 g Brot (falls gewünscht), 480 g Salat.

Wie viel Käse dazukommt, erklärt unser Ratgeber zur Menge von Käse und Kartoffeln pro Person.

Gschwellti richtig vorbereiten

Das Saure: Cornichons, Silberzwiebeln und Co.

Raclette Suisse nennt Essiggurken, Silberzwiebeln und Maiskölbchen als die Klassiker [3]. Laut der Walliser Käserei Walker Delicia ergänzt die leichte Säure solcher Beilagen den cremigen Käse [9].

Weitere eingelegte Beilagen, die Schweizer Quellen nennen:

Selbst eingelegt (Rezept von Swissmilk [5]):

  1. 5 dl Kräuteressig, 5 dl Wasser und 400 g Zucker aufkochen. 3 Lorbeerblätter und 15 Pfefferkörner dazugeben.
  2. Bodenkohlrabi (in der französischen Fassung des Rezepts: «chou-rave») und einen kleinen Kürbis in etwa 1 cm schmale Streifen schneiden, 2 rote Zwiebeln in feine Streifen. Dazu kommen 12 ganze Radieschen.
  3. Das Gemüse in sterilisierte Gläser (zusammen ca. 2 l) füllen und mit dem heissen Sud bedecken.
  4. Die Gläser verschliessen und auf dem Kopf stehend abkühlen lassen. Nach 48 Stunden servieren.

Fleisch: Bündnerfleisch, Rohschinken, Speck

Gemüse und Pilze

Früchte nach Saison

Saison Früchte Quelle
Frühling/Sommer Kirschen, in Balsamicocreme mit Salz, Pfeffer, Zucker und Rosmarin gedünstet Raclette Suisse [3]
Frühling/Sommer rohe Pfirsichschnitze mit Thymian; Feigen Raclette Suisse [3]
ohne Saisonangabe (Wallis) Walliser Aprikosen in Apfelwein pochiert Raclette du Valais [7]
Herbst/Winter Trauben, Äpfel, Birnen; Äpfel und Birnen auch karamellisiert Raclette Suisse [3]
Herbst Birnen, blaue Trauben mit Frühlingszwiebeln und Baumnüssen; dazu Preiselbeeren oder Quittenkonfitüre Spar [6]
ohne Saisonangabe Ananas Schweizer Käse [1]
ohne Saisonangabe Dosenfrüchte, Trockenfrüchte Raclette Suisse [3], Swissmilk [5]

Walliser Aprikosen (für 4 Personen, Raclette du Valais [7]):

  1. 3 dl Apfelwein mit 2 EL Zucker aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen.
  2. 500 g halbierte, entsteinte Walliser Aprikosen dazugeben und etwa 5–10 Minuten im Sud ziehen lassen. Vom Herd nehmen und im Sud abkühlen lassen.
  3. Aprikosen herausheben, auf einer Platte anrichten, mit Zitronenpfeffer würzen und mit Zitronenmelisse bestreuen.
  4. Zu 800 g Raclette du Valais AOP in Scheiben servieren. Wer mag, aromatisiert die Aprikosen mit einem Löffel Abricotine.

Gewürze

Knuspriges und Nüsse

Swissmilk nennt Chips, Tacos, Nachos, gehackte Baumnüsse und Kernen-Crunch [5]. Nüsse empfehlen auch Raclette Suisse [3] und Spar [6].

Getränke und Dessert

Reste

Gschwellti-Reste werden zu Gratin oder Rösti. Reste von Kartoffeln, Beilagen und Käse lassen sich gemeinsam als Auflauf überbacken [6]. Raclettekäse lässt sich etwa zwei Monate einfrieren [6]. Raclette Suisse empfiehlt, die Scheiben einzeln in Butterbrotpapier einzuwickeln und in einem verschliessbaren Beutel einzufrieren [12]. Aufgetaut wird er langsam über Nacht im Kühlschrank [6].

Der ganze Ablauf von Einkauf bis Dessert: Raclette: So geht es Schritt für Schritt

Was neben dem Käse auf die Grillplatte passt: Raclette-Tischgrill: Ideen für die Grillplatte

Quellen

Alle am 31.10.2026 abgerufen (Quelle 12 am 1.11.2026); Mengen, Zeiten und Temperaturen am 1.11.2026 erneut an den Quellen geprüft.

  1. Schweizer Käse (Switzerland Cheese Marketing), «Raclette-Beilagen»: https://www.schweizerkaese.ch/inspirationen/raclette/raclette-beilagen
  2. Swissmilk, «Raclette pro Person»: https://www.swissmilk.ch/de/rezepte-kochideen/tipps-tricks/raclette-pro-person/
  3. Raclette Suisse, Zubereitung: https://www.raclette-suisse.ch/de/raclette/zubereitung/
  4. Raclette du Valais, Racletterechner (Werte im Skript der Website, /js/app.js): https://www.raclette-du-valais.ch/
  5. Swissmilk, «Raclette-Ideen: Beilagen, Tipps & Rezepte»: https://www.swissmilk.ch/de/rezepte-kochideen/raclette-ideen-beilagen-tipps-rezepte/
  6. Spar Schweiz, Blog «Raclette in allen Variationen»: https://www.spar.ch/blog/detail/raclette-in-allen-variationen
  7. Raclette du Valais, Trendrezept: https://www.raclette-du-valais.ch/rezepte/trendrezept
  8. Raclette du Valais, Originalrezept: https://www.raclette-du-valais.ch/rezepte/originalrezept
  9. Walker Delicia (Bergkäserei Walker, Bitsch VS), «Raclette Beilagen»: https://www.walkerdelicia.ch/pages/raclette-beilagen
  10. Wallis Tourismus, Rezept «Walliser Teller»: https://www.valais.ch/de/geniessen/walliser-spezialitaeten/rezepte/walliser-teller
  11. Wikipedia (de), «Walliser Teller» (Mindestmengen «Marke Wallis»): https://de.wikipedia.org/wiki/Walliser_Teller
  12. Raclette Suisse, «No-Food-Waste-Ideen mit Raclettekäse»: https://www.raclette-suisse.ch/de/aktuell/no-food-waste-ideen-mit-raclettekaese